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B-Format

Analoges MAZ-Format, das das FBAS-Signal mit einer Videofrequenzbandbreite von 5 MHz im Direct Colour-Verfahren und zwei analoge Audiosignale aufzeichnet. Erst die vierte oder fünfte Generation ist sichtbar schlechter als das Original. Die Tonqualität ist bei eingesetztem Telcom C4-Rauschminderungsverfahren sehr gut. Die Aufzeichnung geschieht auf 1 Zoll breite, offene Spulen mit einer Spieldauer von maximal 100 Minuten. Die größeren Spulen mit einem Durchmesser von 12 Zoll und einer Spieldauer von 155 Minuten können nicht von allen Maschinen abgespielt werden. Das B-Format ist nicht kompatibel mit dem C-Format.

Das B-Format löste ab 1975 das Quadruplex-Format ab und war bis in die 90er Jahre der Sendestandard der Rundfunkanstalten, konnte sich aber gegenüber dem C-Format weltweit nicht durchsetzen. Das B-Format wird heute nur noch zum Abspielen von Archivmaterial verwendet, das bisher noch nicht auf andere MAZ-Formate überspielt oder anderweitig langzeitgesichert wurde. Produktionen, die früher von Film auf B-Format-Bänder überspielt wurden, müssen wegen der aus heutiger Sicht reduzierten Qualität des FBAS-Signals neu abgetastet werden.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.08.2008

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