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Betacam SX

Digitales MAZ- und Videocodierformat für SD. Betacam SX, oder auch kurz Beta SX genannt, zeichnet ein digitales Komponentensignal nach dem Verfahren 4:2:2 und einer 8-Bit-Quantisierung auf. Die Datenreduktion arbeitet nach der MPEG-2/Part2-Variante 422P@ML mit einer GOP =2. Dabei wird nur jedes zweite Bild komplett aufgezeichnet. Die anfänglichen Schwierigkeiten, nur jedes zweite Vollbild schneiden zu können, waren schnell überwunden. Mit einem Datenreduktionsfaktor von insgesamt 10:1 ergibt sich eine sehr niedrige Videonettodatenrate von 18 Megabits pro Sekunde. Das Format verarbeitet vier PCM-Töne mit 16 Bits.

Die Aufzeichnung geschieht auf kleine und große Kassetten mit einer Magnetbandbreite von ½ Zoll und einer maximalen Spieldauer von 60 bzw. 184 Minuten. Betacam SX-Maschinen können analoge Betacam SP-Bänder abspielen. Einige Betacam SX-Maschinen haben eine Festplatte mit der Kapazität von 60 Minuten eingebaut. So kann innerhalb einer MAZ-Maschine ein nichtlinearer Schnitt inklusive Ein- und Ausspielen des Materials vorgenommen werden. Für den mobilen Betrieb gibt es zusätzlich Laptop-Editoren. Das Format wurde 1996 eingeführt und wird von Rundfunkanstalten und Produktionsfirmen eingesetzt. Betacam SX-Kassetten lassen sich auch von bestimmten IMX- und von wenigen Digital Betacam-Maschinen abspielen.

Betacam SX-Maschinen können über SDTI das einmal datenreduzierte Signal direkt wiedergeben. Dadurch ergeben sich bei der Überspielung z.B. auf ein Schnittsystem oder einen Server mehrere Vorteile. Im Gegensatz zur Schnittstelle des SDI-Signals mit einer Videonettodatenrate von 200 Megabits pro Sekunde wird Speicherplatz gespart, die native Übertragung geschieht ohne qualitative Verluste. Überspielungen zwischen zwei Betacam SX-Maschinen können ebenfalls nativ in verminderter Echtzeit bewerkstelligt werden.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 14.10.2013

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