Online-Lexikon

Auge

eye

Das menschliche Auge besteht aus lichtempfindlichen Rezeptoren, die das einfallende Licht in Nervenreize umwandeln. Rund sechs Millionen Zapfen sind für das Farbensehen und für das Sehen bei Helligkeit vorgesehen. Dabei gibt es Zapfen, die rot, blau- und grünempfindlich sind. Das Farbensehen funktioniert nach dem Prinzip der additiven Farbmischung. Etwa 120 Millionen so genannter Stäbchen sind zusätzlich für das Sehen bei Dämmerung vorgesehen und können nur schwarz/weiß sehen. Das Auge ist bei Dunkelheit eher nur schwarz/weiß empfindlich.

Mit der Iris kann ein Kontrast von etwa 16 Blendenstufen eingefangen werden. Mit den chemischen Umstellungsmöglichen des Auges – die allerdings bis zu 30 Minuten dauern können – kann das Auge aus einem Kontrastumfang von etwa 36 Blenden schöpfen.

Die Sehschärfe des Auges beträgt im Mittel eine Winkelminute, d.h. zwei Punkte mit einem Abstand von einem Millimeter können aus einer Distanz von 3,5 Metern noch unterschieden werden.

Damit aufeinander folgende Bilder mit einzelnen Bewegungsphasen für das Auge zum Eindruck einer kontinuierlichen, natürlichen Bewegung verschmelzen, benötigt das Auge mindestens 20-30 Einzelphasen pro Sekunde, abhängig von der Schnelligkeit der Bewegungen. Um zusätzlich den Eindruck eines Flimmerns der Bilder zu vermeiden, müssen dem Auge – abhängig von der Helligkeit des Bildes – 50 bis 60 Lichtblitze pro Sekunde angeboten werden.

Die Fähigkeit, räumliche Bilder wahrzunehmen und den Abstand von Gegenständen einzuschätzen, ist durch den Augenabstand angegeben, der oft mit 63 mm angegeben wird.

Alle Aspekte des Sehens werden zwar durch das Auge registriert, ein farbiger und räumlicher Bildeindruck entsteht aber erst durch den Sehsinn, der Kooperation des Auges mit dem Gehirn.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 28.08.2010

zurück zur Liste