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Online-Lexikon

ATM

Asynchronous Transfer Mode. Auf Lichtwellenleiter basierendes Leitungsnetz für die Contribution von Video- und Audiosignalen mit einer Datenrate von bis zu mehreren hundert Megabits pro Sekunde. Der Netzbetreiber Media Broadcast vermarktete mit dem Begriff ATM oder auch ATM-BS – BS steht dabei für Broadcast – ein Datennetz mit speziellen Endgeräten für die Übertragung von Video- und Audiosignalen für Broadcaster. ATM wurde Mitte 2012 abgeschaltet.

Für die Übertragung von Video- und Audiosignalen standen entsprechende Coder und Decoder zur Verfügung – auch Rundfunkservicemultiplexer genannt – die ein Videosignal nach dem MPEG-2/Part 2-Verfahren z. B. auf eine Datenrate von 34 Megabits pro Sekunde bei SD datenreduzierten. Zusätzlich konnten ein oder mehrere Audiosignale, z.B. auch für eine Rückstrecke, mitübertragen werden.

Die Verbindung im ATM-Netz konnte – ebenso wie beim Vorläufer VBN – vom Anwender selbst geschaltet werden. Darüber hinaus war in gewissen Bereichen auch eine Anpassung der Datenrate an die qualitativen Erfordernisse der Übertragung möglich. Im Gegensatz zu VBN wurde bei ATM erstmals nicht die Verbindungsdauer, sondern die übertragene Datenmenge bezahlt. Einige ATM-Coder wiesen lange Verarbeitungszeiten auf und waren somit für Live-Übertragungen nicht sinnvoll einsetzbar. Alternativ war eine Übertragung nach dem File Transfer-Verfahren möglich. Nachfolger von ATM ist BNS, Vorläufer war bis ins Jahr 200 VBN.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 07.03.2014

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