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Abtastfrequenz

sampling frequency

1.) Grundsätzlich beschreibt die Abtastfrequenz die Häufigkeit, mit der bei der Analog/Digital-Wandlung die Helligkeit eines Videosignals bzw. die Lautstärke eines Audiosignals gemessen und dann als digitaler Wert ausgegeben wird. Die Frequenz muss laut physikalischer Grundlagen mehr als doppelt so hoch sein wie die maximale Frequenz des analogen Signals, das digitalisiert wird. Ein HD-Videosignal mit einer Videofrequenzbandbreite von 30 MHz benötigt eine Abtastfrequenz größer als 60 MHz, ein SD-Videosignal mit einer Videofrequenzbandbreite von 5 MHz eine Abtastfrequenz von über 10 MHz. Je größer die Abtastfrequenz eines Videosignals ist, umso höher ist dessen Auflösung. Die Abtastfrequenz eines Audiosignals mit einer Audiofrequenzbandbreite von 20 kHz muss größer sein als 40 kHz. Je größer die Abtastfrequenz bei Audiosignalen ist, umso höhere Audiofrequenzen können erzielt werden.

2.) Die Abtastfrequenz kennzeichnet aber auch Signale, die bereits in digitaler Form vorliegen. Hier beschreibt sie die Häufigkeit der vorhandenen Abtastungen, auch Samples genannt. Auch dabei ist die Abtastfrequenz ein Qualitätsmerkmal für die Auflösung digitaler Videosignale, z.B. nach dem 4:2:2-Verfahren. Bei einer Reduzierung der Auflösung, z.B. auf ein Verhältnis von 4:1:1, spricht man auch von einer Unterabtastung oder Pixeldezimation. Die Abtastfrequenz digitaler Audiosignale beschreibt die Audiofrequenzbandbreite. Vgl. Videoabtastfrequenz und Audioabtastfrequenz.

3.) Häufigkeit von 15.625 Hz, mit der der Elektronenstrahl bei SD in einer Bildröhre die Zeilen schreibt.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 06.12.2014

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