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Online-Lexikon

Colour Under-Verfahren

Aufzeichnungssystem, bei dem das FBAS-Signal nur mit einer Videofrequenzbandbreite von 2 bis 3 MHz aufgezeichnet wird und damit gegenüber einer vollständigen Videofrequenzbandbreite von 5 MHz nur eine reduzierte Auflösung des Luma-Signals bietet. Da die Farbinformation eines FBAS-Signals aber bei 4,43 MHz liegt, wird dieser Farbträger – abhängig vom MAZ-Format – vor der Aufzeichnung auf eine Frequenz zwischen 500 und 970 kHz heruntergesetzt und dann aufgezeichnet. Gleichzeitig wird auch die Bandbreite des Farbsignals von typischerweise 1,5 MHz auf einige 100 kHz reduziert, so dass auch die Farbauflösung leidet.

Colour Under-Verfahren haben nichts mit einer Komponentenaufzeichnung zu tun. Das Chroma-Signal wird beim Colour Under-Verfahren gemeinsam und nicht – wie beim Komponentensystem in die beiden Farbdifferenzsignale getrennt – aufgezeichnet. Ebenfalls findet eine gemeinsame Aufzeichnung des Luma-Signals und des Chroma-Signals auf dieselbe Videospur statt.

Das Colour Under-Verfahren findet im professionellen Bereich bei den U-matic-Formaten Verwendung. Die Bildqualität entspricht nicht dem Stand der Technik. Daneben arbeiten alle analogen Consumer-MAZ-Formate nach diesem Prinzip.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2017. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 10.03.2016

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