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35mm-Kamerarecorder

Kamerarecorder mit einem Super 35-Sensor, der meist über eine Auflösung von 4K-DCI verfügt. Wichtigstes Merkmal ist die gegenüber 2/3-Zoll-Kamerarecordern auf etwa ein Drittel reduzierte Schärfentiefe.

Wegen der Verwandschaft zu Filmkameras verfügen viele 35mm-Kamerarecorder über einen PL-Mount oder über Objektivanschlüsse, die dahingehend eine Adaptionsmöglichkeit bieten. Um eine bei hochwertigen Produktionen gewünschte hohe Abbildungsqualität zu erzielen, werden bevorzugt Festobjektive oder Zoomobjektive mit einem geringeren Zoomfaktor eingesetzt. Festobjektive benötigen in der Regel eine Schärfezieheinrichtung und werden mit Kompendien versehen, die eine gute Kontrolle des Streulichts und die Verwendung optischer Filter ermöglichen.

Szenische Produktionen entstehen vor allem mit p/25 oder p/24. Viele 35mm-Kamerarecorder verfügen jedoch über die Möglichkeit 50 und mehr Bilder pro Sekunde aufzunehmen. Damit lässt sich einerseits die Norm p/50 bedienen und andererseits eine Zeitlupenfunktion mit – je nach Kameratyp – bis zu 240 Bildern pro Sekunde erzielen. Wenige Kamerarecordermodelle verfügen optional über eine Sektorenblende.

Für eine Produktion mit HDR oder um die Anforderungen einer aufwändigeren Farbkorrektur zu erfüllen, wird in vielen Fällen die logarithmische Kennlinie des jeweiligen Kameraherstellers aufgezeichnet. Dabei kann zwischen dem Komponentensignal nach 4:2:2 oder dem farblich besser aufgelösten RGB-Signal nach 4:4:4 entschieden werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufzeichnung des Rohdatenformats des jeweiligen Herstellers.

Die Aufzeichnung geschieht intern oder extern in der Regel auf Flash-Speicherkarten.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 17.11.2018

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