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1-Sensor-Kamera

Das durch das Objektiv einfallende Licht trifft auf einen CMOS- oder einen CCD-Sensor, dessen einzelne Bildpunktelemente mit kleinen Farbfiltern nach dem Bayer-Muster belegt sind. Dabei sind von vier Bildpunktelementen zwei für Grün und jeweils einer für Rot und Blau zuständig. Die Auflösung in Bildpunkten entsteht durch ein aufwändiges Prozessing innerhalb der Kamera, bei einer RAW-Aufnahme erst in der Bearbeitung.

Die Angabe der Auflösung ist bei 1-Sensor-Kameras von der Betrachtungsweise abhängig. Ein Sensor mit beispielsweise 3840 Bildpunktelementen pro Zeile und 2160 Zeilen verfügt zwar insgesamt über 8.294.440 Bildpunktelemente, diese müssen jedoch zwischen Rot, Blau und Grün aufgeteilt werden. Rein rechnerisch ergäben sich durch eine Dreiteilung daraus nur 2.764.800 Bildpunkte. Im Gegensatz dazu produziert jeder Sensor einer 3-Sensor-Kamera der gleichen Auflösung 8.294.440 Bildpunktelemente pro Farbe, also insgesamt 24.883.220 Bildpunktelemente. Die Auflösung beträgt dann, ebenfalls bei einer Dreiteilung 8.294.440 Bildpunkte.

Zur Gruppe der 1-Sensor-Kameras gehören 35mm-Kamerarecorder mit Super 35-Sensoren sowie DSLR- und DSLM-Kameras mit den Sensorgößen Kleinbild, APS-C oder Micro Four Thirds. VJ-Kamerarecorder verwenden Sensoren der Größe 1 Zoll, ½ Zoll oder ⅓ Zoll.

©BET-Fachwörterbuch 1992-2018. Nur für den persönlichen Gebrauch. Jede weitere Verwertung ist untersagt. Geändert am 30.11.2018

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