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BearbeitungsfähigkeitTechnische Qualität von Video- und Audiomaterial, das alle Optionen einer nachträglichen Bearbeitung ermöglicht. Diese Bearbeitungsfähigkeit ist dem Material meist nicht anzusehen oder anzuhören, sondern erst durch das Ergebnis der Bearbeitung festzustellen. Bei digitalem Videomaterial können Einschränkungen vor allem durch den geringen Farbanteil einiger Abtastverfahren entstehen. Bei SDTV sind nur Signale, die nach dem 4:2:2-System arbeiten, z.B. für eine Farbkorrektur oder Chroma Key-Effekte vollständig geeignet. Bei Aufzeichnungsformaten oder Signalen der Verfahren 4:1:1 und 4:2:0 gibt es deutliche Einschränkungen. Auch für eine Archivierung oder für ein Streaming mit optimaler Qualität und Effektivität enthält nur das 4:2:2-System alle Optionen. In der analogen Videotechnik wird das FBAS-Signal wegen der gegenüber der beim Komponentensignal eingeschränkten Farbinformationsmenge ebenfalls als nicht bearbeitungsfähig eingeordnet. Bei HDTV-Material werden für eine besonders hochwertige Bearbeitung für die Verwertung im Kino sogar nur diejenigen Speicherformate als vollständig bearbeitungsfähig eingestuft, die nach dem 4:4:4-Verfahren arbeiten. Das 4:2:2-Verfahren ist für eine Bearbeitung beim Fernsehen jedoch grundsätzlich geeignet. Signale der Verfahren 3:1:1 oder 3:1,5:1,5 können unter Umständen geringe Einschränkungen aufweisen. Auch eine Videodatenreduktion fällt zunächst nicht negativ auf. Erst bei einer weiteren Umwandlung in andere Videodatenreduktionsformate ergeben sich sichtbare Verluste der Bildqualität durch Kaskadierungseffekte. Das Zeilensprungverfahren ist für sich gesehen ein bewährtes Übertragungssystem. Wird es jedoch datenreduziert, ist das Ergebnis bei gleicher Datenrate von schlechterer Bildqualität, als bei der Verwendung progressiven Materials. Auch im Audiobereich sind z.B. die Verfahren MP3 oder AC3 subjektiv für das Hören allein qualitativ ausreichend. Für eine spätere Klangbearbeitung sind jedoch bereits schon zu viele Tonanteile verloren, die nachträglich nicht mehr verstärkt oder verändert werden können. Für die Bearbeitung muss daher entweder auf die originalen PCM-Töne oder im Falle von Dolby Surround auf Dolby E zurückgegriffen werden.
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Geändert am 02.01.2011.
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