Suche im Fachwörterbuch Hilfe!

Alphabetischer Direktzugriff:
# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

Progressive segmented Frame

Progressives, segmentiertes Vollbild, auch psF genannt. Bei progressiver Abtastung werden alle Zeilen eines Vollbildes von oben nach unten abgetastet. Dabei entsteht pro Vollbild nur eine vertikale Austastlücke, statt wie beim Zeilensprungverfahren zwei. Der Unterschied im technischen Signalaufbau ist so groß, dass sich echtes progressives Material nicht mit allen Studiogeräten aufzeichnen oder verarbeiten lässt oder auf herkömmlichen Röhrenmonitoren darstellbar ist.

Daher wird beim psF-Verfahren ein Vollbild in zwei Teilbilder zerlegt: Die ungeraden Zeilen werden dabei als erstes und die geraden Zeilen als zweites Teilbild definiert. Diese Teilbilder unterscheiden sich technisch nicht von den Halbbildern des Zeilensprungverfahrens, jedoch beinhalten sie nur eine statt zwei Bewegungsphasen pro Vollbild. Damit sind Geräte, die nach dem Zeilensprungverfahren wie z.B. 1080i/25 arbeiten, auch immer mit der entsprechenden psF-Variante wie 1080psF/25 kompatibel, nicht aber mit der entsprechenden rein progressiven Norm 1080p/25.

Auch bei SDTV wird das psF-Verfahren angewandt. Hier werden die Normen aber oft nicht so benannt, weil es keine rein progressive Variante gibt. Die Norm heißt korrekt 576psF/25, wird aber oft als 576p/25 benannt und ist mit 576i/25 kompatibel.






©BET-Fachwörterbuch 1992-2010 Nur für den persönlichen Gebrauch.
Jede weitere Verwertung ist untersagt.
Geändert am 07.09.2008.