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FilmlookMit dem Filmlook einer elektronischen Kamera möchte man erreichen, dass Produktionen, die im Fernsehen ausgestrahlt oder im Kino projiziert werden, eine Wirkung haben, die an Filmmaterial erinnert. Um diesem Wunsch möglichst nahe zu kommen, müssen sehr viele Faktoren beachtet werden. Die bloße Umschaltung einer digitalen elektronischen Kamera in einen Filmmodus reicht dabei nicht aus, da sich die Technologien des Films und der Elektronik zu stark unterscheiden. Ein wesentliches Merkmal von Filmmaterial ist die hohe Auflösung. Für eine Verwendung elektronischer Bilder im Kino erreicht selbst die HDTV-Technik nicht die Schärfeleistung eines 35mm-Films. Allerdings wird die Auflösungsqualität des Kinofilms durch nicht optimale Projektionsbedingungen, wie z.B. die Bildstandsfrage oder die Projektion einer qualitativ eingeschränkten Filmkopie in der Praxis oft reduziert, so dass sich dadurch der Abstand zu einer HDTV-Auflösung verringert. Der beim Film verwendeten Bildwechselfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde kann man sich mit der Umstellung der Kamera auf die Produktionsnormen 24p für Kino- oder 25p für Fernsehproduktionen annähern, den Bildeindruck jedoch nicht vollständig erreichen. Dies hängt damit zusammen, dass der Shutter-Effekt, den eine Filmkamera erzeugt, sich durch die dort verwendete Umlaufblende vom Shutter-Effekt einer elektronischen Kamera unterscheidet. Weiterhin kann Filmmaterial einen weit höheren Szenenkontrast tragen. Mit einer Anpassung der Kennlinie elektronischer Kameras kann dies ebenfalls weitgehend erreicht werden. Sehr helle Bildpartien enthalten dann noch Zeichnung, die Farben dunkler Bildpartien können sehr kräftig sein. Dies ist mit Einstellungen von Knee, Gamma, und Black Gamma zu erzielen. Dabei ist aber für eine elektronische Produktion der gleiche Aufwand bei der Beleuchtung nötig wie bei Filmaufnahmen. Auch auf optischer Ebene gibt es Unterschiede. So haben z.B. auf 35mm-Film aufgenommene Bilder eine geringere Schärfentiefe als die elektronischer Kameras. Mit einer geeigneten Kombination aus Blendenzahl und Brennweite oder der Nutzung von Filmobjektiven über entsprechende Adapter kann auch hier eine Annäherung geschaffen werden.
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Geändert am 08.09.2008.
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