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FernsehnormEine Fernsehnorm beinhaltet immer die Angabe der Zeilenanzahl, des Abtastverfahrens und der Vollbildwechselfrequenz. Grundsätzlich beschreibt man hochauflösende Signale mit 1080 oder 720 Zeilen als so genannte HDTV-Normen. Zur Abgrenzung werden die früher alleinig herrschenden Normen mit geringerer Auflösung von 576 oder 480 Zeilen mit SDTV beschrieben. Die Bildwechselfrequenzen finden ihren Ursprung in der Frequenz des im jeweiligen Land verwendeten Wechselstroms. Heute gibt es aber keinen technischen Zusammenhang mehr, der nicht mit einer Regelung der Belichtungszeit an elektronischen Kameras ausgeglichen werden könnte. Die Angabe des Bildseitenverhältnisses gehört nicht mehr zur Normangabe. Nur bei SDTV sind die Bildformate 16:9 und 4:3 möglich, HDTV ist immer mit dem Bildformat 16:9 verbunden. Die in Europa verbreiteten Fernsehnormen sind bei SDTV 576i/25 und 576psF/25. Die frühere Bezeichnung 625/50 wurde verwendet, als die Normen mit ihren Bruttozeilen beschrieben waren, bei der Angabe der Bildwechselfrequenz die Halbbildwechselfrequenz von 50 Hz genannt wurde und noch keine Unterscheidung zwischen dem Zeilensprungverfahren und der progressiven Abtastung notwendig war. Beide Normen sind technisch kompatibel und unterscheiden sich nur inhaltlich durch die Anzahl der Bewegungsphasen. Eine Unterscheidung zwischen progressiver Abtastung und der Variante Progressive segmented Frame wird bei SDTV nicht geführt. Umgangssprachlich hat man jedoch auf die eigentlich korrekte Bezeichnung psF verzichtet, da es keine echt progressive Variante gibt. Die Kennzeichnung der in Europa verwendeten Fernsehnorm mit dem Begriff PAL war noch nie wirklich korrekt. Das PAL-Verfahren beschreibt ein Farbcodierverfahren, das von der Fernsehnorm immer unabhängig zu sehen ist. Das dabei verwendete FBAS-Signal wird schon seit vielen Jahren nicht mehr für die Produktion und Aufzeichnung Müssen Programme verschiedener SDTV-Normen ausgetauscht werden, ist eine, in den meisten Fällen qualitätsmindernde Normwandlung nötig. Zwar ist heute die Wiedergabe einer fremden Norm auf einem heimischen Gerät möglich, die Bearbeitung und Weiterverwendung des Materials in der Produktion jedoch nicht. Die in Europa verbreiteten HDTV-Normen sind 1080i/25 und 1080psF/25. Die Varianten mit 720 Zeilen werden zwar von einigen Kameras unterstützt, sind aber wegen des geringen Auflösungsgewinns gegenüber den bei SDTV verwendeten 576 Zeilen für Produktion und Archivierung weniger interessant. Auch beim Austausch von HDTV-Programmen ist eine Normwandlung grundsätzlich nötig. Ein Sonderfall und eine Alternative stellt jedoch die Norm 1080psF/24 dar. Diese ist, neben der direkten Auswertung für das Kino, auch für internationale Produktionen interessant. Dabei kann mit einer Aufzeichnung jeweils eine Variante für das europäische Fernsehen nach dem 2:2-Pulldown und für das US-amerikanische Fernsehen nach dem 2:3-Pulldown-Verfahren erzeugt werden. Die in den USA und Japan verbreiteten SDTV-Normen sind 480i/29,97 und 480psF/29,97. Die frühere Bezeichnung 525/60 ist ebenfalls überholt und auch nicht ganz korrekt. Die Bildwechselfrequenz beträgt eben keine 30 Hz sondern nur 29,97 Hz. Auch hier basieren die 30 Hz, die beim ursprünglich eingeführten Schwarz/Weiß-Fernsehen in den USA auch exakt galten, auf der Frequenz des dort verwendeten Wechselstroms. Wie bereits weiter oben beschrieben, gibt es hier auch keine Unterscheidung zwischen dem Zeilensprungverfahren und der progressiven Abtastung, der Begriff NTSC für die Beschreibung der Norm ist aus den gleichen Gründen nicht korrekt. In den USA und in Japan sind sowohl HDTV-Normen mit 1080 als auch mit 720 Zeilen verbreitet. Grund ist dazu die viel frühere Einführung von HDTV in den USA und die frühere Verbreitung von HDready-Displays bei den Zuschauern. Wegen der Kompatibilität zu den dort früher verwendeten SDTV-Normen kommen dabei die Verfahren 1080i/29,97, 1080psF/29,97, 720p/59,94 und 720p/29,97 zum Einsatz.
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Geändert am 11.04.2010.
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