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Interline Transfer-Chip

Zwischenzeilen-Verschiebung. Bei allen CCD-Chips müssen die vom Licht in Spannung umgewandelten Informationen aller Bildpunkte für die Weiterverarbeitung und die Erstellung eines normgerechten Videosignals in eine sequenzielle Reihenfolge gebracht werden. Interline Transfer-Chips haben dazu vor Lichteinfall geschützte Speicherelemente, die direkt neben den Aufnahmeelementen liegen.

Nach der Belichtung eines Halbbildes wird die Ladung während der Zeit der vertikalen Austastlücke über Transportkanäle lediglich seitlich in die Speicherelemente verschoben. Während bereits das nächste Halbbild belichtet wird, werden die in den Speicherelementen liegenden Bildinformationen in der richtigen Reihenfolge Bildpunkt für Bildpunkt ausgelesen und zu einem Videosignal zusammengefügt. Treten während dieser Zeit starke Überbelichtungen auf, so besteht die Gefahr, dass diese über die Transportkanäle in den Speicherbereich gelangen und zu Vertical Smear-Effekten führen. Im Gegensatz zum Frame Transfer-Chip kann es hier keine Umlaufblende geben.

Ältere, professionelle CCD-Kameras weisen zum Teil bereits bei einer Überbelichtung von fünf bis zehn Blenden sichtbare Vertical Smear-Effekte auf. Bei modernen Kameras ist das Vertical Smear-Verhalten so verbessert worden, dass sich keine sichtbaren Störungen mehr zeigen. Zur Erhöhung der Lichtempfindlichkeit setzen die Hersteller die Lens On Chip-Technologie ein.






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Geändert am 10.11.2009.