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ATM

Asynchronous Transfer Mode. Beim Fernsehen versteht man darunter die gleichzeitige Übertragung von Video-, Audio- und Datensignalen über ein festes Netz von Lichtwellenleitern mit einer Datenrate von bis zu mehreren hundert Megabits pro Sekunde. Für die Übertragung von Video- und Audiosignalen stehen entsprechende Coder und Decoder zur Verfügung – auch Rundfunkservicemultiplexer genannt – die ein Videosignal nach dem MPEG-2-Verfahren z. B. auf eine Datenrate von 34 Megabits pro Sekunde bei SDTV datenreduzieren. Ein oder mehrere Audiosignale können ebenfalls übertragen werden. Zusätzliche Signale, wie z.B. eine Rückstrecke oder weitere Audiosignale, müssen zusätzlich aufgebaut werden.

Die Verbindung im ATM-Netz kann – ebenso wie beim Vorläufer VBN – vom Anwender selbst geschaltet werden. Darüber hinaus ist in gewissen Bereichen auch eine Anpassung der Datenrate an die qualitativen Erfordernisse der Übertragung möglich. Im Gegensatz zu VBN wird bei ATM nicht die Verbindungsdauer, sondern die übertragene Datenmenge bezahlt. Einige ATM-Coder weisen lange Verarbeitungszeiten auf und sind somit für Live-Übertragungen nicht sinnvoll einsetzbar. Allerdings ist alternativ eine Übertragung nach dem File Transfer-Verfahren möglich.

ATM ist kein fernsehspezifisches System und kann unterschiedlichste Daten übermitteln. Es handelt sich vielmehr um ein breitbandiges Übertragungsnetz, das für die überregionale Vernetzung von Computern, z.B. im wissenschaftlichen Bereich, genutzt wird. Der Begriff selbst deutet dabei auf das Übertragungsprinzip hin, das keine synchrone Verbindung zwischen den Computern fordert. ATM arbeitet paketorientiert, d.h. die Daten werden in einzelne Zellen verpackt und über die Leitungswege verschickt. Damit können verschiedene Nutzer mit Inhalten verschiedener Datenraten sich einen Leitungsweg teilen. Im Gegensatz zum Internet ist der Leitungsweg jedoch klar beschrieben und die einzelnen Pakete verwenden auch immer denselben Übertragungsweg.






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Geändert am 20.06.2011.