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3G-SDI

3 GHz Serial Digital Interface. Schnittstelle für die serielle, nicht datenreduzierte Übertragung eines HDTV-Signals mit einer Datenrate von 2,97 Gigabits pro Sekunde vor allem zwischen Geräten innerhalb eines Studios. Damit sind die Fernsehnormen 1080p/50 mit einem einzigen Koaxialkabel realisierbar. Das frühere Dual Link-HD-SDI-Verfahren benötigt dazu zwei getrennte Kabel.

Grundlage des 3G-SDI-Signals ist die Norm ITU 709. Dabei entsteht ein digitales Videosignal nach dem 4:2:2-Prinzip, obwohl sich diese Bezeichnung des Abtastverfahrens eher auf SDTV bezieht. Mit 3G lassen sich aber auch HDTV-Signale 1080p/25 1080p/24 nach dem 4:4:4- oder sogar nach dem 4:4:4:4-Verfahren über ein Kabel übertragen. Der 3G-Standard ist abwärtskompatibel mit dem HD-SDI-Standard. Das heißt, dass über eine 3G-SDI-Schnittstelle auch Geräte per HD-SDI und SD-SDI angeschlossen werden können.

Welche Signale genau in deinem 3G-SDI-Signal liegen und wie diese transportiert werden, ist durch so genannten Levels und Mappings beschrieben. Der Transport der Daten geschieht bei 3G-SDI ähnlich wie bei Dual Link-HD-SDI. Auch innerhalb des 3G-SDI-Signals gibt es einen Link A und einen Link B. Zusätzlich wird in Level A und Level B-Signale unterteilt. Level A transportiert immer nur ein einziges Videosignal, das in die Links A und B verschachtelt ist. Wie die Verschachtelung aussieht, ist in einer Tabelle mit vier so genannten Mappings beschrieben. Die Mapping-Struktur 1 beinhaltet die standardmäßige Norm 1080p/50 mit dem Abtastformat 4:2:2 und einer 10-Bit-Quantisierung. Hinter Mapping 2 verbergen sich die Normen 1080p/50, 1080p/25, 720p/50 und 720p/25. Kombiniert sind diese mit einer 4:4:4- oder 4:4:4:4-Abtastung und ebenfalls einer 10-Bit-Quantisierung. Dabei lassen sich RGB- oder Komponentensignale übertragen. Mapping 3 enthält die Normen 1080i/25 und 1080p/25 mit einer 4:4:4-Abtastung und einer 12 Bit-Quanisierung mit RGB- oder Komponentensignalen. Mapping 4 beschreibt ist die Norm 1080p/25 mit 4:2:2 und ebenfalls einer 12-Bit Quantisierung, diese aber nur als Komponenten.

Die hohen Datenraten bei 3G-SDI führen dazu, dass die maximale Kabellänge mit Standard-Videokabeln nicht sehr hoch ist. Die Verbindung geschieht mit einem BNC-Stecker. Für längere Kabelstrecken stehen Videokabel mit einem besseren Verhalten bezüglich der frequenzabhängigen Dämpfung bereit. Moderne 3G-SDI-Bausteine verfügen über bessere Entzerrer, so dass die praktisch erzielbare Kabellänge höher sein kann. Eine Alternative ist die Übertragung per Lichtwellenleiter.






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Geändert am 20.06.2011.