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2:3-Pullup

System zur Umwandlung von Bildmaterial mit einer Bildwechselfrequenz von 24 Bildern in eines mit 29,97 Bildern pro Sekunde. Die Zahlen 2:3 geben dabei kein Verhältnis, sondern eine Reihenfolge an. Dabei wird ein Vollbild – oder ein Filmfeld – zwei Halbbildern und das darauf folgende Vollbild drei Halbbildern zugeordnet. Insgesamt ergeben sich demnach 12 x 2 + 12 x 3 = 60 Halbbilder. Eine Interpolation von Bildern und eine damit verbundene Reduzierung der Bildschärfe, wie z.B. bei einer Normwandlung, findet dabei nicht statt. Die Differenz von den rechnerisch korrekten 23,98 Bildern zu den tatsächlich vorliegenden 24 Bildern pro Sekunde hat eine leichte Anhebung der Geschwindigkeit von 1% zur Folge. Liegt das Ausgangsmaterial bereits mit 23,98 Bildern pro Sekunde vor, finden keine Geschwindigkeitskorrektur statt.

Daher eignet sich eine Norm, wie z.B. 1080psF/24 auch für internationale elektronische Produktionen: Für die Verwendung in Europa mit der Norm 1080psF/25 wird das Material 4% schneller abgespielt, die sich dabei verändernde Tonhöhe kann elektronisch korrigiert werden. Für eine Verwendung in den USA oder in Japan wird das beschriebene Pullup-Verfahren angewandt. Durch die ungleichmäßige Wiedergabe der Bewegung tritt allerdings ein Ruckeleffekt auf. An diesen sind die US-amerikanischen Zuschauer aber bereits durch die Betrachtung von Kinofilmen mit 24 Bildern pro Sekunde im SD-Fernsehen gewöhnt, denn auch dort wird das Pullup-Verfahren eingesetzt.

Das 3:2 Pullup-Verfahren bietet gegenüber 2:3-Pullup keine Vorteile, jedoch darf innerhalb einer Produktion selbstverständlich nicht gewechselt werden.

In der Praxis werden das Pullup- und das Pulldown-Verfahren sprachlich oft leider nicht korrekt unterschieden, im englischen ist für das Pullup-Verfahren auch der Begriff Inverse Telecine Transfer Process oder kurz Inverse Telecine verbreitet. Ggs. 2:3-Pulldown.






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Geändert am 18.09.2010.